Gesundes Essen macht klügere Kinder

Bristol – Die Ernährung im Vorschulalter wirkt sich auf den späteren Intelligenzquotienten der Grundschüler aus. Zu diesem Ergebnisse kommt eine prospektive Kohortenstudie im Journal of Epidemiology and Community Health (2011; doi: 10.1136/jech.2010.111955).

Die Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC) begleitet eine Gruppe von mehr als 14.000 Kindern seit der Schwangerschaft ihrer Mütter in den Jahren 1990/91. Im Alter von dreieinhalb Jahren hatten die Forscher die Mütter nach den Ernährungsgewohnheiten zuhause gefragt. Die Antworten hat Kate Northstone von der Universität Bristol jetzt mit den Ergebnissen der Kinder im IQ-Test nach Wechsler im Alter von acht Jahren in Beziehung gesetzt.

Northstone unterschied dabei drei Ernährungsstile: Die traditionelle britische Kost mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse, die gesundheitsbewusste Kost mit Salaten, Obst und Gemüse und Nudelgerichten und die Fertigkost, die sich durch einen hohen Anteil von Fetten und Zucker auszeichnet.

Ergebnis: Am intelligentesten waren die Kinder unter der gesundheitsbewussten Kost. Die Kinder erzielten pro statistischer Standardabweichung 1,20 Punkte mehr im IQ-Test als unter der traditionellen britischen Kost. Bei den mit Fertigprodukten ernährten Kindern waren es 1,67 Punkte weniger als bei der traditionellen Kost.

Mit anderen Worten: Wer seine Kinder schon früh an Chips, Schokolade und Kuchen gewöhnt, darf sich nicht wundern, wenn sie später mit schlechten Noten aus der Schule kommen. Allzu groß waren die Unterschiede jedoch nicht und die Ernährungsgewohnheiten im Alter von vier und sieben Jahren hatten keinen Einfluss auf den späteren IQ.

Andererseits zeichnet sich die Children-of-the-90s-Studie durch die sorgfältige Erhebung aller möglichen Begleitfaktoren aus, so dass Northstone “confounder” weitgehend ausschließen kann. Für Northstone ist die Studie deshalb ein Hinweis darauf, dass die Ernährung in den ersten drei Jahren, eine intensive Phase der Hirnentwicklung, Einfluss auf die kognitive Entwicklung haben könnte. © rme/aerzteblatt.de

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